Bali: Entspannen im Norden

Eine Vorwarnung: Dies wird ein Bericht voll Glückseligkeit und Schwärmerei. Von einem Ort, der für mich alle Register an Zufriedenheit zieht. Der ein bisschen den perfekten Ort markiert. Wo ich jetzt schon wieder hin will, obwohl ich erst vor wenigen Tagen dort abgereist bin. Hach!

Aber von Beginn:
Vor 8 Jahren war ich das erste mal im Bali Mandala im Norden von Bali, weil ich dort einen Teil meiner Psychodrama-Ausbildung absolviert hatte. Seitdem wollte ich immer wieder hin. Warum das dann tatsächlich so lange gedauert hat, weiß ich selbst nicht. Aber jetzt war es endlich so weit! So ein Glück!

Die Anreise

Nachdem ich zuvor 5 Tage im Zentrum Balis in Ubud verbracht hatte, ging es nun endlich weiter ins Bali Mandala. Ich wurde von einem Fahrer in Ubud abgeholt. Dann ging es in etwa 2 bis 3 Stunden Autofahrt in den Norden. Ich mag die langsame Anreise, die Vorfreude auf das Ziel. Die Fahrt durch kleine Dörfer, vorbei an Tempeln und Reisfeldern.

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Dann der Weg durch die Berge, wo wir langsam die Serpentinen erst rauf-, dann wieder runterfahren. Die lebhaften Strassen, wo neben Autos Roller, Kinder und Hunde unterwegs sind.
Und dann sind wir endlich da.

Das Bali Mandala

Ich freue mich total über die freundliche Begrüßung in der Anlage. Über die frische Kokosnuss an der Rezeption und die vielen, frischen Blumen in meinem Zimmer.

Das Bali Mandala ist ein wunderschönes Resort in einem Palmenhain mit vielen kleinen Häuschen, in denen die Zimmer der Gäste untergebracht sind.

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Und es ist gar kein typisches Resort. Die Inhaber Gisela und Rainer Grenkowitz führen es mit einer besonderen Liebe und großem Respekt vor den balinesischen Traditionen. Alles ist hier sehr bodenständig, es gibt keinen Platz für Schicki-Zeug. Die balinesischen Angestellten sind total warm und herzlich. Alles in allem ist es ein bisschen wie nach hause kommen.

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Hier kann man auch gut alleine hinkommen, weil man direkt nette Leute kennenlernt. Das aber ohne jegliche Verpflichtung. Total entspannt!

Man kann hier her kommen, wie man ist und kann wunderbar erholen und sich wieder ein bisschen sortieren, wenn einen der Alltag vorher durcheinandergewurschtelt hat. Für mich passte das gerade ideal!

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Es gibt ein Angebot an Yoga, Meditation, einen schönen Spa-Bereich und eine große Auswahl an Ausflügen. Wenn Du Lust hast, kannst Du auch Stand-up-Paddling machen.

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Schwimmen kann man im schönen Süsswasser-Pool oder im Meer.

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Ich habe tatsächlich jeden Tag den Spa-Bereich in Anspruch genommen. Die Massagen waren einfach göttlich! Einer der beiden Massagebereiche liegt recht nah am Meer und Du hörst beim massiert werden das Meer und spürst die Brise des Meers. Hach!

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Und dann die Zimmer! Sie sind sehr liebevoll eingerichtet. Alles ist sehr offen gehalten. Die Fenster sind immer weit offen. Ich habe nie die Tür abgeschlossen oder die Fenster zum Schlafen geschlossen. Das ist total schön, so mit der Natur verbunden einzuschlafen und aufzuwachen!
Das Bad ist ebenfalls offen. Rundum gibt es eine Mauer als Sichtschutz. Aber sonst duscht Du fast unter freiem Himmel. Und noch dazu mit Wasser, dass ein Drache speit. Irre, oder?

Ich selbst habe das Resort in den neun Tagen, die ich hier bin, kaum verlassen. Völlig untypisch für mich. Aber ich bin ziemlich abgenudelt aus Deutschland hier her gekommen und geniesse hier die Ruhe. Mein Tag ist bestimmt durch die Essenszeiten. Dazwischen atme ich ein bisschen und sitze und schau auf`s Meer. So ein Luxus!

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Mir reicht es mir anzusehen, wie sich über den Tag das Licht verändert. Wenn ich morgens aus dem Zimmer komme, scheint die Sonne durch die Bäume.

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Ich nehm mir hier die Zeit zu beobachten, wie das Licht über den Tag wechselt. Abgefahren, oder? Und jeden Morgen gegen 10 Uhr setzt der Wind ein. Wie ein Uhrwerk. So lässt es sich wunderbar aushalten! 🙂

Es gibt drei mal täglich Essen. Zum Frühstück viel Obst, Toast mit selbst gemachten Marmeladen. Dazu kann man Pfannkuchen, Omelett, Spiegeleier bestellen. Nom, nom, nom! Und der balinesische Kaffee schmeckt auch noch mal ganz anders als zuhause!

Mittags und Abends gibt es wunderbare asiatische Küche. Keine überladenden Buffets, dafür aber eine feine Auswahl köstlicher Gerichte, auch vegetarisch und vegan ist möglich.
Beim Essen gibt es keine festen Plätze. Die Gäste sortieren sich immer anders. Und nach dem Abendessen sitzen wir immer alle zusammen und quatschen über das Leben und die Welt. Und das immer mit Blick auf`s Meer. So entspannt!

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Auf dem Meer

Ich wollte gerne einen Morgen raus auf`s Meer. Zusammen mit Gisela, einer anderen Urlauberin aus der Schweiz, habe ich mich für einen Ausflug angemeldet. Also treffen wir uns um 5.30 Uhr am Tor zum Strand. Bevor es losgeht, sehe ich noch zwei Sternschnuppen! Cool!
Der Fischer ist schon da. Wir steigen in das echt schmale Boot und fahren raus auf`s Meer in den Sonnenaufgang.

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Wir werden in dem kleinen Boot mit den Auslegern ganz schön durchgeschüttelt. Aber es ist total schön, sich vom Meer so schaukeln zu lassen. Leider sehen wir heute keine Delfine. Aber die Tour war auch so wunderschön!

Ein paar Tage später machen wir uns noch mal auf. Also noch mal um 5.30 Uhr am Törchen einfinden. Wieder geht es in den Sonnenuntergang. Und wieder denke ich, wie wenig es manchmal bedarf, um glücklich zu sein!

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Und diesmal haben wir Glück. Wir sehen Delfine! Das war so schön! Eine große Herde ist grad unterwegs.

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Wir haben ein bisschen Pipi in den Augen vor Freude! Diese Tiere sind einfach total beeindruckend und schön! Völlig beseelt werden wir dann irgendwann wieder zurück zum Bali Mandala gebracht. Was für ein genialer Tagesbeginn!

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Beim Tempelfest

Einen Abend war dann Vollmond. Das ist auf Bali immer Anlass für ein großes Tempelfest. Darauf habe ich mich besonders gefreut. Schon in den Nächten davor hört man den Priester singen.

Komang, einer der Angestellten des Hauses begleitet uns und erklärt uns, was wir tun müssen, wenn uns der Priester segnet und wie man hier betet. Schon von weitem hört man den Klang der Gamelan-Musik. Das ist eine ganz eigene Art von Musik. Als ich sie das erste mal gehört habe, fand ich es noch ziemlich schräg. Heute klingt sie für mich sehr heimelig.

Im Tempel angekommen ist eine total schöne Stimmung.
Die Menschen sind alle schick gekleidet. Die Frauen tragen Spitzenblusen und Sarongs. Die Männer einen Kopfschmuck und ebenfalls einen Sarong. So wollen es die Regeln. Dazu nehmen die Frauen jede Menge Opfergaben mit, die sie teilweise auf dem Kopf in den Tempel transportieren. Wunderschön sehen sie aus.

Hier siehst Du ein kurzes Video aus dem Tempel. Der Priester singt und Du hörst die Gamelan-Musik. Völlig fremd und dabei total schön!

Einerseits macht das alles einen unglaublich festlichen Eindruck, andersrum haben die Kinder bunte Luftballons dabei, es wird geraucht, fotografiert und telefoniert. Also ist es irgendwie dann doch wieder sehr sehr nah am Leben.
Auch wir haben Opfergaben vom Hotel bekommen und uns zuvor mit Sarongs und Stofftüchern ausgestattet. Also setzen wir uns im Tempel alle auf dem Boden und beten, so wie Komang es uns vormacht. Der Priester segnet uns tatsächlich auch. Ich glaub, jetzt kann nichts mehr schief gehen!

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Für mich war es hier wieder eine wunderschöne und intensive Zeit. Obwohl ich diesmal nicht viel unternommen habe, hat mich die Insel wieder völlig in ihren Bann gezogen. Die sympathische Religion mit ihren vielen schönen Ritualen, die freundlichen Menschen und die Schönheit der Insel ist einfach ein Knaller!

 

Wie sieht es bei Dir aus? Warst Du schon mal auf Bali? Oder willst Du auch mal hin? Ich freu mich über Deine Fragen und Kommentare!

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10 Kommentare

  1. Toll, da hast du eine wirklich tolle Reise gemacht …..und ich muss dir mal wieder ein Kompliment machen für deinen Bericht , super.
    LG Anne

    • Anne, ja die war echt schön! Und das mit den Komplimenten ist gar nicht so schlimm…
      Liebe Grüße in den Süden!

  2. Da machst du einen ja ganz schön neugierig.
    Bietet das Resort auch Ayurveda an?
    Steffi

    • Hallo Steffi, nee, Ayurveda gibt’s dort nicht wirklich. Ayurveda-Massagen ja, aber nicht das ganze Programm.

  3. Wow ist das schön! <3 Ich hab bei deinen tollen Bildern schon wieder Fernweh. Wenn du noch mehr zeigst sehe ich Bali schon auf meiner Reiseliste ;o)

    Liebe Grüße, Carmen

    • Hallo Carmen,
      och, das mit den Bildern sollte zu schaffen sein…
      Setz Bali mal ruhig auf Deine Liste. Is‘ schön da!
      Liebe Grüße!

  4. Hallo Maike, schöner Bericht und so nett geschrieben. Auf Bali war ich noch nie – nur „in der Nähe“: Thailand, Vietnam, Malaysia, Korea, Japan und Taiwan…aber immer mit Sightseeing -„ABT“ (Another Bloody Temple) und Kochkursen …nur im Resort zu bleiben- klingt seeeeeehr erholsam!!!! Wenn unsere Kinder lässig solche Long Distance Flüge managen, steht Asien sicher mal wieder an. Solange gibt es eben Urlaub in Europa (kann ja auch nett sein… ;).

  5. Brigitte mehl

    Ja dass ist alles Sooo schön dort. Habe mich so wohl gefühlt und die Ruhe. Richtige Paradies mit alles wass dem Körper und Geist gut tut.
    Habe schon Heimweh nach Bali 🌺

Kommentare sind geschlossen.