Mein all time favorite: Oberstdorf im Winter

Oberstdorf

Während zuhause im Ruhrgebiet alle auf den Frühling warten, bin ich ja noch mal nach Oberstdorf in den Winter gereist. Und ja, was soll ich sagen, ich freu mich hier grad total! Es ist nicht mehr so winterlich wie es die letzten Wochen war. Da hatte es Dauerfrost, viel Schnee und Sonne. Ein Traum.
Aber für mich ist es auch jetzt noch super, auch wenn der Schnee ein wenig taut.

Seit ich als Kind immer skifahren war, ist Winterurlaub meine liebste Urlaubsform. Nirgendwo kann ich mich so gut erholen wie im Winter in den Bergen. Irgendwie rückt die imposante winterliche Natur in den Bergen alles wieder gerade.
Seit ich meinen Hund hatte, bin ich kaum noch skifgefahren, weil Rübe lieber wandern als skifahren wollte. Im Winterurlaub waren wir trotzdem und es waren immer tolle Urlaube.
Und als ich letzten Sommer hier in Oberstdorf war, ist mir aufgefallen, dass ich voll lange nicht mehr im Winter hier war. Das galt es zu ändern. Also habe ich mir für den Winter eine kleine Ferienwohnung gebucht.

Samstag erst angekommen, hab ich direkt schöne Wanderungen gemacht und die Natur und die Ruhe genossen. Die Bewegung an der frischen Luft und in dieser fantastischen Kulisse tut ihr übriges und ich komme jeden Abend tiefenentspannt zurück in meine Ferienwohnung.

Und auch, wenn das Wetter wechselhaft ist, geniesse ich die Zeit. Irgendwie mag ich neuerdings auch die trüben Tage. Tage mit Schnee, blauem Himmel und Sonne kann man leicht lieben. Aber auch die trüben Tage sind hier so schön, man muss sie nur zu nehmen wissen.

Für Dich gibt es jetzt auf jeden Fall einen Schwung Impressionen: Wenig Text – viele Bilder. Mit und ohne Sonne. 🙂

Ein trüber Tag

An meinem ersten Tag hier bin ich raus zum Christlessee gegangen. Es war trocken, aber der Himmel total wolkenverhangen. Es lag noch Schnee, aber der war schon ziemlich pampig. Egal, ich hab mich trotzdem gefreut, draussen zu sein und durch den Winter zu marschieren.

Oberstdorf

Es gibt einfach so viel Schönes zu entdecken.

Am eingefrorenen Moorweiher dampfte es aus der Hütte; hier wird Glühwein verkauft.

Oberstdorf

Ich mag auch so gerne die vielen Bäume, die so schön vermoost sind.

Oberstdorf

Wie erwartet, war der Christlessee nicht zugefroren. Er wird von klaren Quellen gespeist und friert so im Winter nicht zu, ist aber dafür auch im Sommer viel zu kalt zum Baden. Sein Wasser ist so unglaublich klar, das überrascht mich immer wieder. Siehst Du die Baumstämme auf dem Grund?

Christlessee

Meine Wanderung endete dann im Gasthaus Christlessee, wo ich feine Kasspatzen bekam. Toll, oder? Ich dachte kurz daran, dass ich vor einem halben Jahr noch da war und bei zünftiger Live-Musik in kurzer Hose draussen auf der Terrasse gesessen hatte. Brrr…

Und nach dem guten Essen ging es dann durch das trübe Wetter wieder zurück.

Sonnenuntergang

Am Montag hab ich an einer Ortsführung teilgenommen. Die war tatsächlich sehr interessant. Ich wußte gar nicht, dass es in Oberstdorf Häuser gibt, die 500 Jahre alt sind. Und dann noch aus Holz! Für mich als Kind des Ruhrgebiets völlig unvorstellbar.

Oberstdorf

Als ich nach der Führung zurück zu meiner Wohnung ging, sah ich, dass Nebel auf die große Wiese aufzog. Da hab ich dann schnell noch einen Umweg gemacht und diese wunderschöne Stimmung eingefangen.

Oberstdorf Nebel

Als dann noch die Sonne unterging, wurde es fast kitschig…

Oberstdorf Sonnenuntergang

Hach! Irgendwie braucht es oft gar nicht viel, oder?

Ein sonniger Tag

Tag 3: Ich habe Sonne! Juchu! Da war die Langschläferin aber schnell aus dem Bett!

Ich hab mich spontan für den Weg zum Freibergsee entschieden. Das ist sooo schön da oben!

Mein Weg startete über die große Wiese, die hinter dem Ort liegt.

Oberstdorf

Oberstdorf

Um zum Freibergsee zu gelangen, muss man von ca. 815 Höhenmeter, auf denen der Ort liegt, auf 930 Meter rauf. Also nicht wirklich viel. Trotzdem hat man von unterwegs eine tolle Aussicht auf den Ort.

Oberstdorf

Oben angekommen, bin ich wie immer total geflasht von diesem schönen Blick.

Oberstdorf

Der zugefrorene See, dahinter die gerade wieder neu eröffnete Heini-Klopfer-Skiflugschanze und dann das Bergpanorama. Hach!

Oberstdorf

Oberstdorf

So, das waren ein paar Impressionen von meinen ersten drei Tagen hier. Vielleicht gibt es noch mehr, mal sehen. Aber so hast Du schon mal einen winterlichen Eindruck. 🙂

„Mein“ Oberstdorf

Von Oberstdorf gibt es nun hier schon einige Artikel. Das liegt daran, dass ich hier einfach so gerne hinfahre. Ich war diesmal mal bei der Tourist-Info und habe nachgefragt, wie oft ich schon da war. Laut deren Meldedaten ist dies hier mein 10. Urlaub. Ich glaube, dass es noch mehr waren, aber egal. Is´schön hier! 🙂

Mehr sommerlichen Oberstdorf-Content findest Du hier.

Wie sieht es bei Dir aus? Machst Du auch gerne Winterurlaub oder hättest Du eher eine Reise in die Wärme gebucht?

6 Kommentare

  1. Wunderbar! Ja, wo hier alle auf den Frühling warten, planen wir Anfang März auch noch in den WinterUrlaub zu fahren und ich muss dir recht geben: die Natur zu genießen und den Schnee ist wunderschön. Ich habe auch schon im Winter gedacht, den gleichen Ort im Sommer zu besuchen. Deine Fotos sind wieder traumhaft! Genieß die Tage

    • Oh, dann habt Ihr ja auch was, worauf Ihr Euch freuen könnt! Sehr guter Plan! Ich war früher immer in den Osterferien im Skiurlaub und hab es voll genossen. Vor allem, weil dann, wenn man anschließend heim kommt, tatsächlich der Frühling kommt.
      Liebe Grüße!

  2. Das sieht großartig aus. Du weißt, ich bin nicht so der Schneehase – das liegt aber an der hiesigen Art des Schnee (oder eher, des Matsch). Schnee im Urlaub mit Bergen, wandern und hinterher Kaminfeuer könnte ich mir durchaus gut vorstellen 🙂 Ich wünsche dir noch eine wundervolle und erholsame Zeit!

    • Danke, Haydee! Ja, genauso ist Schnee super! Einen Kamin hab ich zwar nicht, aber dafür ist es trotzdem sehr gemütlich.

  3. Doris Hoogenraad

    Superschön! Lässt mich denken an meine Urlaube in Garmisch! Aber sag mal, 500 jahre alte Holzhäuser und dann ohne Holzwurm und ohne Boktor???? Wie haben die Bayern dass gemacht! Wir haben in Holland einnwunderschönes skandinavisches Holzhaus und der Holzwurm hat sich schon wieder gemeldet!

    • Schön, Doris, dass Dir meine Fotos gefallen! Warum die Holzhäuser 500 Jahre alt werden? Der Ortsführer hat uns erklärt, dass sie die Hölzer aus 1800 Höhenmeter holen und die auch nur zu einer bestimmten Zeit geschlagen werden, wenn der Harz nicht austritt. Und dann wird das Holz nicht lackiert, damit es atmen kann und die Feuchtigkeit raus kann. Das Haus in dem Artikel ist zwar schon alt, wurde her wohl nach dem Krieg lackiert. Das führt nach Meinung des Ortsführers dazu, dass es höchstens noch 30 Jahre halten wird. Ich hab keine Ahnung, aber das scheint eine Wissenschaft für sich zu sein. 😊

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