Was ich auf Reisen immer dabei habe

Hong Kong

Ich packe meinen Koffer und packe ein… Kennst Du auch noch das Spiel von damals? Aber mal ehrlich, irgendwie überlegt man doch immer wieder, was am besten mit in den Urlaub kommt.

Ich reise nicht gerne mit zu viel Gedöns. Zum Einen habe ich in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, dass ich soviel Zeug dabei hatte, was ich nie gebraucht habe und zum Anderen reise ich gerne so, dass ich mein Gepäck notfalls auch über längere Strecken selber transportieren kann. Mittlerweile habe ich dazu mein liebstes Reisezubehör ausgemacht. Alles auf vielen Reisen bewährt. Die stelle ich Dir hier mal vor.

Meine Reisebegleiter

Koffer

Als ich 2007 nach Bali geflogen bin, hatte ich einen riesigen Koffer dabei. Viel zu groß! Der hätte für eine ganze Familie gereicht! Und ich hab mich gefreut, dass ich so viel Platz hatte und habe schön großzügig gepackt. Für Bali! Wo man doch nun wirklich kaum was benötigt! Verrückt!
Spätestens als ich den Koffer das erste mal tragen musste, wußte ich, dass das ein Fehler war. Damals war es zu spät für`s Umpacken. Also habe ich draus gelernt.

Heute ist mein liebster Reisebegleiter mein Rimowa-Koffer aus Aluminium. Der fasst 64 Liter – groß genug um auch im Winter alles reinzubekommen und noch tragbar, wenn man ihn mal nicht rollen kann.

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Alternativ habe ich für Kurztrips einen kleinen Koffer (34 Liter) aus Polycarbonat, den ich als Handgepäck mitnehmen kann.

Rimowa Koffer

Falls Du auch grad dabei bist, Dir einen Koffer für`s Handgepäck zuzulegen, guck noch mal auf die neuesten Empfehlungen. Die internationale Luftfahrorganisation iata hatte im Juni 2015 neue Empfehlungen für die Größe des Handgepäcks ausgegeben. Die hat sie nach großem Protest wieder zurück genommen. Ob das dabei bleibt und die alten Größen Bestand haben, bleibt abzuwarten…

Ich empfehle Dir auf jeden Fall, nicht an der Qualität der Koffer zu sparen. Vor ein paar Jahren hatte ich einen eher günstigen Koffer gekauft, da hatte ich nicht lange Freude dran. Unterwegs ist mir die Achse gebrochen und ich habe ihn dann bei einer Bahnreise tragen müssen. Das war echt blöd! Daher habe ich für diese beiden Koffer ziemlich investiert. Auch wenn Du das Geld für die Rimowa-Koffer nicht ausgeben möchtest, empfehle ich Dir dennoch, was Solides zu kaufen. Das zahlt sich später sicher aus.

Für Reisen, wo Roll-Koffer eher nicht funktionieren, habe ich noch meinen Koffer-Rucksack „Traveller“ von Deuter mit 55 + 10 Liter Fassungsvermögen. Der ist echt praktisch, weil man ihn wie einen Koffer befüllen kann. Du klappst die Vorderseite dazu komplett ab und hast innen Festzurrgurte, damit nichts verrutscht. Ausserdem hat es ein echt gutes Tragesystem.
Mit ist er allerdingsmittlerweile zum Tragen eher zu groß. Irgendwie werden die Dinger halt doch immer voll und so einen großen Rucksack über lange Strecken zu tragen, ist auch echt anstrengend. Ich glaub, wenn bei mir demnächst wieder eine Rucksack-Reise ansteht, werde ich mir einen kleineren zulegen. Aber wenn Du die Größe brauchst, ist das sicher eine gute Wahl!
Mein Modell gibt es nicht mehr, vergleichbar ist der Deuter Damen Trekkingrucksack Traveller*, der dann aber auch schon mit 70 Litern daher kommt. Wenn ein Koffer-Rucksack für Dich der perfekte Begleiter ist, empfehle ich Dir, den im Fachhandel zu kaufen und Dich dort vorher beraten zu lassen.

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Packtüten und -taschen

Um mein Zeug ordentlich zusammengepackt zu bekommen, nutze ich schon länger ein bis zwei Packtüten. In diese kannst Du Deine T-Shirts oder auch Unterwäsche packen, so dass sie ordentlich zusammenbleiben. Eine weitere, noch leere, Packtüte habe ich immer für dreckige Wäsche dabei. Das Gute an den Dingern ist: Du kannst überflüssige Luft herauslassen.  Das ist besonders auf dem Heimweg super, wenn der Koffer eh zu voll ist und die dreckige Wäsche auch nicht mehr knitterfrei bleiben muss. Meine sind ähnlich wie diese Kompressionsbeutel von Amazon.

Ergänzend zu den Tüten habe ich noch ein paar Packwürfel* auf meiner Wunschliste stehen.
Vor allem, wenn man den Urlaub nicht an einem Ort verbringt, ist es echt praktisch, Shirts, Unterwäsche und Co. gesammelt zu haben und nicht immer alles ausräumen zu müssen, um die gewünschten Teile zu finden.

Bauchtasche

Um meine Ausweispapiere, Kreditkarten und Bargeld möglichst sicher am Körper zu tragen, habe ich mir vor Jahren eine Jack Wolfskin Gürteltasche* gekauft. Die liegt flach am Bauch unter dem T-Shirt und trägt nicht auf. Außerdem hat sie ein angenehmes Material auf der körperzugewandten Seite. Ich habe dann immer nur ein bisschen Bargeld und ggf. die zweite Kreditkarte in einem normalen Portemonnaie dabei, so dass ein Verlust mir nicht die ganze Reise verderben kann.

Mein Technik-Equipment

Nenn mich bescheuert, aber ich schleppe immer ziemlich viel Technik mit in den Urlaub. Das Technik-Zeugs nimmt bei mir am meisten Platz weg. Bloggerin halt… 😉

Dabei ist natürlich immer meine Kamera Canon 5D Mark III mit einem Standardobjektiv und einem Tele*, damit ich schöne Fotos machen und sie Dir hier zeigen kann. 🙂

Ich hab es echt gar nicht mit Stativen. Die sind mir immer zu schwer und zu umständlich zum transportieren und ich hatte es  nie dabei, wenn ich es spontan brauchte. Da es aber immer wieder Situationen gibt, wo es ohne Stativ doch nicht geht, hab ich für mich die Alternative mit dem Gorillapod Focus* entdeckt. Für meine große Kamera brauchte ich den grossen, aber für kleinere Kameras gibt es auch kleinere und vor allem günstigere Gorillapods.

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Der Gorillapod ist ganz praktisch, weil man ihn auch z. B. um ein Geländer wickeln kann, um die fehlende Höhe auszugleichen. Er ist zwar kein vollwertiges Stativ, aber ich habe damit echt coole Fotos von der nächtlichen Skyline in Hong Kong schiessen können: Die Kamera war mit dem Gorillapod um das Geländer gewickelt (siehe auch Titelbild).

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Zusätzlich habe ich immer mein iPhone dabei. Zum fotografieren, navigieren, für Foursquare, Facebook, Twitter und alles, was man sonst so damit tut.
Falls Du jetzt wissen willst, wie ich das mit dem Internet unterwegs mache: Mein Handyvertrag ist so gewählt, dass ich in ganz Europa meine Datenflat nutzen kann. Und ausserhalb Europas kaufe ich immer eine lokale SIM-Card.

Damit dem Handy unterwegs nicht der Saft ausgeht, ist neben dem normalen Ladekabel auch immer einen Akkupack dabei, wenn mal keine Steckdose greifbar ist. Das ist ein externer Akku, mit dem ich mein Smartphone unterwegs wieder aufladen kann. Meiner ist schon recht alt, aber es gibt heute vergleichbare, z. B. den EasyAcc 10000mAh Powerbank*.

Und das MacBook ist immer dabei, damit ich schon unterwegs meine Artikel vorbereiten und die Fotos bearbeiten kann. Das lasse ich aber immer im Safe im Hotel, wenn ich vor Ort unterwegs bin.

Mit all dem hab ich dann schon immer ordentlich zu schleppen, bis ich am Zielort angekommen bin. Dafür hab ich halt weniger Kleidung dabei. 🙂

Fotorucksack Crumpler

Immer wieder schwierig war es daher für mich, eine geeignete Tasche für vor Ort zu finden. Ich brauche eine Tasche, in die ich meine Kamera, Handy, Getränke, einen Pulli und dieses ganze Frauen-Kleindegöns bekomme. Aber ich möchte mich auch nicht zu Tode schleppen. Daher finde ich einen Rucksack einfacher zu tragen als eine Kameratasche. Und wie ein typischer Touri mag ich auch nicht aussehen. Die Schwierigkeit ist immer, dass normale Fotorucksäcke und Taschen oft schreien „Hallo! Hier sind große Werte zu stehlen!“. Blöd, oder?

Ich habe mich jetzt zuletzt für den Crumpler Doozie Photo Backpack* entschieden. Der hat unten ein Fach für die Kamera, in das das Du, je nach Größe der Kamera, noch weiteres Zubehör hineinbekommst. Bei meiner großen Canon bekomme ich leider nur die Kamera rein. Das Tele muss dann mit ins obere Fach. Aber egal. Ich bin grad sehr glücklich damit. Er sieht nicht nach einem typischen Fotorucksack aus, hat noch ein zusätzliches Fach für ein Tablet und gefällt mir grad echt gut.
Sicher keine Profi-Kameratasche, aber für mich grad der richtige Kompromiss für meine Ansprüche.

Crumpler Fotorucksack

 

Bei kurzen Städttrips verzichte ich aber auch gerne auf all den Schnickschnack und nehme nur meine normale Handtasche mit, wo ich dann notfalls mal die Kamera reinstecken kann. Geht manchmal auch. 🙂

Musik

Echt wichtig: Ich brauche immer Musik! Mein iPhone ist voll mit Musik. Um die zu hören, habe ich zum einen Kopfhörer dabei, zum anderen meine hieß geliebte Bluetooth-Box UE Boom. Damit fühle ich mich im Hotelzimmer gleich viel wohler. Und zur Not kann man damit auch mal eine kleine Party beschallen. 😉

Kosmetiktasche

Was Kosmetiktaschen angeht: Ich reduziere meinen Kosmetikkram für Reisen allein schon aus Gewichtsgründen echt auf das nötigste. Also immer nur kleine, abgefüllt Portionen und nie die ganze Mädchen-Palette dabei. Aber auch die Minimal-Ausstattung will irgendwie mit.
Ich habe oft Hotels gehabt, wo es kaum Möglichkeiten gab, seinen Kosmetikkram geschweige denn die Kulturtasche abzustellen. Daher habe ich mir die Mammut Kulturtasche Washbag Roomy* gekauft. Die ist komplett abgeschlossen, es kann nichts seitlich rausfallen wie bei anderen Modellen und sie hat einen Haken zum Aufhängen. Cooles Teil!

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Wenn Du nur mit Handgepäck reist, ist klar, dass Du sowieso gucken musst, was überhaupt mit kann. Flüssigkeiten immer in maximal 100 ml-Portionen in den Plastik-Zip-Beutel. Der Rest wie Zahnbürste etc. kommt dann in die Waschtasche in den Koffer.

Aufbewahrung für Reiseunterlagen

Für meine Reiseunterlagen habe ich mittlerweile eine praktische Mappe. Da kommen alle nötigen Ausweise (Reisepass, Führerscheine) und Reiseunterlagen rein (Flugtickets, Hotelvoucher, etc.) rein. Ich habe mir die Tasche bei der Dortmunder Taschendesignerin Alex Lippert fertigen lassen. Die hat mir die so gemacht, wie ich sie haben wollte. Schön, oder? 🙂

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Zusätzlich habe ich immer ein paar von diesen praktischen Ziploc-Frischhaltetüten dabei. Wenn ich unterwegs irgendwas finde, was mit muss (selten Muscheln, oft Kreditkartenabrechnungen, Eintrittskarten, etc.) hab ich immer eine Aufbewahrung dafür.

eBooks

Schon länger reise ich nur noch mit eReader. Erst mit dem Sony*, mittlerweile bin ich aber auf den Kindle Paperwhite umgestiegen. Total leicht und vollgeladen mit Büchern ist er ein super Reisebegleiter! Auch beim lesen sehr komfortabel, weil er so leicht zu halten und einhändig zu blättern ist. Ich mag – auch zuhause – gar keine normalen Bücher mehr lesen.

Übrigens nehme ich auch oft gar keinen normalen Reiseführer mehr mit. Gerade bei längeren Reisen, wo es ggf. sogar mehrere Reiseführer benötigt. Ich lade mir den Reiseführer als eBook runter und lese ihn auf dem Laptop oder dem iPad. Spätestens für die Reise lade ich ihn dann auf mein Smartphone. Je nachdem welche Variante Du wählst, ist das eBook dann sogar interaktiv. Das ist super, wenn Du keine Lust hast, schwer zu schleppen.

Zur Sicherheit…

Für den Fall, dass mir mal meine Tasche bzw. mein Portemonnaie abhanden kommt, habe ich immer einige Ausweiskopien dabei. Eine im Koffer, eine in der Handtasche, eine in der Bauchtasche. Das ist zwar kein Ersatz, aber es hilft zumindest ein wenig, dass ich mich überhaupt legitimieren kann, um Ersatzausweispapiere zu bekommen. Zum Glück hab ich`s noch nie gebraucht. Aber sicher ist sicher…

Zusätzlich habe ich digitale Kopien aller wichtigen Dokumente in meinem Online Notizbuch Evernote. Also neben meiner Ausweis-Kopie die jeweiligen Unterlagen zu der Reise wie Hotel-Voucher, Flugtickets, etc. Wenn Du kein Evernote oder ähnliches nutzt, kannst Du auch eine andere Variante wählen.
Conni von Planet Backpack hat einen guten Artikel über Backups von Reisedokumenten geschrieben.

Außerdem habe ich neben meiner Bankkarte immer drei Kreditkarten mit PIN für`s Geldabheben dabei, Visa und Mastercard von verschiedenen Anbietern.
Um die zu benötigen, muss man noch nicht mal beklaut werden. Die normale Bankkarte (früher EC-Karte) funktioniert teilweise nicht überall. Und auch sonst kann es immer mal passieren, dass die Kreditkarte sich tot stellt. Magnetstreifen beschädigt, Karte wegen Auslandseinsatz (!) gesperrt oder ähnliches. Und wenn es dann keine einfache Alternative gibt, ist der Urlaub irgendwie schon gelaufen. Teure Telefonate aus dem Ausland mit dem Kartenanbieter sind ja dann auch eher Spaß-frei. Mit mehreren Karten mach ich mir einen schönen Urlaub und kann den Rest dann notfalls später von zuhause regeln.

 

So, das waren meine Tipps für gute Reisebegleiter! Wie sieht es be Dir aus? Welche Tipps hast Du für gutes Reise-Equipment? Ich freu mich über Deine Ergänzungen und Kommentare!

* Ich habe viele der Dinge mit sogenannten Amazon-Affiliate-Links hinterlegt. Das heisst, wenn Du auf den Link klickst und zu Amazon gelangst und dort etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Für Dich kostet das Produkt aber das gleiche. Und meine Tipps sind wie immer völlig unabhängig davon, ob es dafür für mich ein Goodie gibt. Ich empfehle Dir nur, was ich selber gut finde.
Das heisst, Du bekommst von mir hilfreiche Tipps für gutes Reise-Equipment und ich dafür ggf. einen kleinen Obulus von Amazon. Fairer Deal, oder?

4 Kommentare

  1. Liebe Maike!
    Tolle Übersicht! Dein Fotorucksack gefällt mir voll gut und auf deine geschneiderte Tasche bin ich ja eh neidisch 🙂
    Ich nehme immer die Reissverschlusstaschen in den verschiedenen Größen von IKEA Family mit. Da passt alles möglich super sortiert rein: Unterwäsche, Tshirts, Medikamente, Ladekabel…
    Je nach Reisewetter pack ich übrigens noch feuchte Tücher ein, damit ich mir die Sonnencreme nachm Eincremen von den Fingern wischen kann, wenn gerade mal kein Waschbecken greifbar ist und ich nicht die nächsten Stunden mit fettigen Händen rumlaufen möchte 😉
    Liebe Grüße!
    Frauke

    • Hallo Frauke!

      Die Reissverschlusstaschen von Ikea kenn ich gar nicht. Muss ich beim nächsten mal mal drauf achten. Feuchte Tücher sind auch immer hilfreich. 😊

  2. Hallo Meike,

    danke für deine Tipps,
    ich selbst nehme oft noch einen Reisewasserkocher mit, damit ich mir auch mal zwischendurch im Hotelzimmer einen Tee oder Kaffe (notfalls eben den Gefriergetrockneten) kochen kann, auch spätnachts…, Desinfektionstücher für alle Fälle immer im Handgepäck, neuerdings auch den e-book Reader, der spart echt viel Gewicht an Büchern und eine leichte Aluflasche in die ich Getränke umfülle, z.B. für Wasser auf Wanderungen.

    Viele Grüße

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